Meldung:

08. Februar 2017

Bewerbungsrede unseres neuen Vorsitzenden Jan-Christian Fey

Liebe Jusos,

leider kann ich heute nicht unter euch weilen, weil ich zurzeit im Rahmen meines Studiums ein Auslandssemester in den USA absolviere. Deswegen habe ich Simon gebeten, euch meine Vorstellungsrede vorzutragen.

Vor acht Jahren bin ich in unsere Partei, die SPD, eingetreten. Die Partei der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität! Die Partei, die so viel für unsere Heimat, den Schwalm-Eder-Kreis, bewegt hat, bewegt und bewegen wird!

Wer von uns hat in den letzten Jahren nicht gehört, dass die SPD eine aussterbende Partei ist? Ist sie das? Das glaube ich nicht! In den letzten Jahren habe ich viele tolle junge Menschen kennen gelernt, die mich vom Gegenteil überzeugt haben. Die ihre Freitagabende für Vorstandssitzungen geopfert haben, Samstage auf Konferenzen verbrachten und Wahlkämpfe begleitet haben!

Warum wir so viel Zeit für die Jusos und die SPD geopfert haben, bringt ein Zitat des Genossen Helmut Schwedhelm aus Schwalmstadt, der leider schon verstorben ist, auf den Punkt: „Wenn man etwas bewegen will, trifft man sich auch mal Freitagabend. Auch wenn eure Freunde fragen, ob ihr nichts Besseres zu tun habt, als Politik zu machen!“
Das sind wir den Menschen, die im Leben nicht auf der Sonnenseite stehen, schuldig. Denn ohne eine starke SPD wird es solchen Menschen nicht bessergehen! Gerade in den schweren Zeiten, in denen wir uns als Genossinnen und Genossen befinden, kommt es auf uns junge Menschen an! Denn ohne uns hat die Sozialdemokratie in Verbindung mit ihrem Ziel einer offenen, toleranten und gerechten Gesellschaft keine Zukunft!

Seit 2011 bin ich im Vorstand der Jusos Schwalm-Eder und konnte miterleben, wie wir zusammen in kleinen Schritten etwas unternommen haben, um die SPD im Schwalm-Eder-Kreis moderner zu machen und für die Bedürfnisse der jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu sensibilisieren. In dieser Zeit wurden die Jusos Schwalm-Eder von vielen beeindruckenden Persönlichkeiten geprägt, die ich an dieser Stelle aus zeitlichen Gründen nicht alle aufzählen kann.

Eine Person, die ich aber an dieser Stelle genannt werden muss, bist du, Rosa. Seit 2011 konntest du mit deiner Expertise in der Sozialpolitik immer wieder neue Akzente in unserer Arbeit setzen und mit dir als Vorsitzende genießen die Jusos Schwalm-Eder innerhalb der SPD Schwalm-Eder einen Ruf, den sie so lange nicht mehr hatten! Dafür möchte ich dir herzlich danken! Für deine Nachfolge in Frage zu kommen, empfinde ich als Privileg! 

Nun ist es auch an der Zeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Im kommenden Jahr liegt viel Arbeit vor uns. Neben dem Bundestagswahlkampf, in dem wir Edgar helfen wollen, das Direktmandat im Schwalm-Eder-Kreis zu verteidigen, haben wir mit „Judith Schwalm-Eder“, dem Programm „10 unter 30“ und dem Stammtisch junger Mandatsträgerinnen und Mandatsträger drei Projekte, die im vergangenen Jahr angelaufen sind und weiterentwickelt werden sollen.

Ein Projekt, dass ich in den kommenden Jahren außerdem verfolgen möchte, ist, dass wir es schaffen auch dort jungen Menschen für unsere Arbeit zu gewinnen, wo wir zurzeit weniger präsent sind. Denn alle jungen Menschen im Schwalm-Eder-Kreis sollen die Möglichkeit haben, bei uns mitzuarbeiten! Hier wird es darauf ankommen, dass wir gemeinsam mit den SPD-Stadt- und Gemeindeverbänden Wege finden, junge Menschen in ihren Städten und Gemeinden zur Mitarbeit in der SPD zu bewegen. Hierfür werde ich versuchen, mit allen SPD-Stadt- und Gemeindeverbänden Gespräche zu führen! Hier müssen wir als Jusos das Heft mit in die Hand nehmen, um die Zukunft der SPD Schwalm-Eder schon heute zu gestalten!

Zudem möchte ich wieder vermehrt einen Fokus auf die inhaltliche Arbeit legen. In den letzten Wahlkämpfen waren die Jusos Schwalm-Eder eine treibende Kraft und haben maßgeblich zum Erfolg der SPD Schwalm-Eder beigetragen. Aber wir sind nicht nur die Wahlkampfmaschine der SPD! Gerade vor dem Hintergrund des großen personellen Wandels in diesem Jahr, erhoffe ich mir in diesem Jahr, dass wir von der SPD Schwalm-Eder nicht nur als Wahlkampfhilfe wahrgenommen werden, sondern aktiv auch in inhaltliche Prozesse miteingebunden werden! Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der SPD Schwalm-Eder habe ich auch keinen Zweifel daran, dass die funktionieren wird.

Zuletzt möchte ich noch einige Wort dazu verlieren, wie ich als Vorsitzender meine Führungsrolle interpretieren würde. Meiner Meinung nach sind all jene Entscheidungen die besten, die von einer breiten Mehrheit getragen werden. Deswegen möchte ich bei allen inhaltlichen und personellen Entscheidungen so viele von euch wie möglich einbinden. Eine Hinterzimmerpolitik wird es mit mir nicht geben! Dafür gebe ich mein Wort!

Man kann zu Absprachen bei Wahlen stehen, wie man möchte. Meine Meinung ist, dass Absprachen einen der Grundwerte der SPD, nämlich den der Gerechtigkeit, widersprechen. Denn wenn man nicht danach entscheidet, wer der oder die beste für ein Amt, Delegiertenposten etc. ist, sondern nach einem Musterstimmzettel seine Stimme abgibt, dann ist das Pseudodemokratie. Außerdem konzentriert Hinterzimmerpolitik die Macht in der Hand Weniger und schöpft nicht das Potenzial jedes Mitglieds, das für unsere Ideen kämpfen will, aus! Moderieren statt Diktieren, das muss gelten!

Damit möchte ich auch zu meinem Schlusswort kommen. Ihr habt gleich die Wahl mir eure Stimme zu geben oder nicht. Ich werde immer versuchen, gegenüber jedem von euch ehrlich zu sein. Also seid bitte auch ehrlich zu mir. Wenn ihr denkt, dass ich nicht der Richtige für den Vorsitz der Jusos Schwalm-Eder bin, dann kreuzt auch „Nein“ an. Denn Ehrlichkeit fängt bei der Stimmenvergabe an! Und Politik braucht in den Zeiten, in denen wir leben, wieder mehr Ehrlichkeit!

Solidarische Grüße
Euer Jan-Christian

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