Jusos Fritzlar starten Projekt zur Förderung des Ehrenamts

Pilotprojekt für das Ehrenamt

Anfang Mai besuchten die Jusos Fritzlar einen PoWi-LK an der König-Heinrich-Schule in Fritzlar. Ziel war es, die Jugendlichen über die verschiedenen Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements zu informieren und zur stärkeren Mitarbeit zu motivieren.

Hierfür starteten sie eine Kooperation mit der Jungen Union, um politikneutral in Zeiten von Vereinssterben, fehlenden Gemeinschaftssinn und Politikverdrossenheit bereits in der Schule zu zeigen, wie einfach und wie vorteilhaft ehrenamtliches Engagement sein kann. So wurde über die verschiedensten Bereiche des Engagements (von der Freiwilligen Feuerwehr, über Kirchenarbeit, Sportarbeit, diverse kulturelle Einrichtungen, Flüchtlingshilfe, politische Arbeit und vieles mehr)
informiert und rege mit den sehr interessierten Schülerinnen und Schülern diskutiert.
Ein Rundblick über die verschiedensten ehrenamtlichen Möglichkeiten, die bereits in der Schule beginnen können wurde ebenfalls gegeben: Ob in der Schülervertretung (SV), als Integrationslotse oder Streitschlichter. Einige Schülerinnen und Schüler engagieren sich bereits, berichteten über ihre Erfahrungen und die dahinterstehende Motivation für das ehrenamtliche Handeln. Jedoch nimmt diese Bereitschaft – gerade auch außerhalb der Schule – immer weiter ab. Jedes Jahr sterben in Deutschland viele Vereine aus, weil es einfach an Nachwuchs, besonders von Kindern und Jugendlichen, fehlt.

„Unser Projekt soll dem entgegenzuwirken. Wir wollen möglichst zu vielen Bereichen informieren und hoffen, die Jugendlichen zur Mitarbeit in den verschiedenen Organisationen motivieren zu können. Unser Ziel ist es, dieses Projekt auszuweiten und an mehreren Schulen vorstellen zu dürfen.“, so Christopher Sinning (Vorsitzender der Jusos Fritzlar).

Als häufige Gründe, warum man sich nicht engagiere, wurden unter anderem der Zeitaspekt und die schulischen Anforderungen genannt. Dabei könnten bereits wenige Stunden im Monat viel bewirken.

„Nur durch persönliche Erfahrung aus dem Ehrenamt, hinter der man persönlich steht, kann man Jugendliche für gesellschaftliches Ehrenamt begeistern. Sie in etwas zu drängen, was sie nicht wollen, macht keinen Sinn.“, so Dennis Döring (Kreisvorsitzender der JU Schwalm-Eder).

Und tatsächlich gelang es, den ein oder anderen zum Umdenken zu bewegen. In naher Zukunft wollen sich einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrere der vorgestellten Projekte und Organisationen anschauen.

Da das Projekt durchweg positive Resonanz erfuhr, soll auch in Zukunft sich weiter für das Ehrenamt eingesetzt werden. Einer Fortführung dieses Projekts steht nichts im Wege.

Und auch in der regionalen Presse wurde über das Projekt berichtet, hier findet ihr die Beiträge von nh24 und sek-news.